Für Geschäftsführung · Bereichsleitung · HR im Mittelstand

Führungs­kräfte­entwicklung für komplexe Märkte

Wir entwickeln Führungskräfte, die den Betrieb stabil halten und zugleich Neues möglich machen, auch dort, wo KI Entscheidungen vorbereitet. Mit Hogan-Diagnostik, systemischem Coaching und 25 Jahren Erfahrung im Mittelstand.

25+Jahre im Mittelstand
3Führungsfunktionen
Hoganzertifizierte Beratung
ICFLevel 1 akkreditiert
Kernaussage

Niemand kennt die Lösung vorab

In komplexen Lagen schafft Führung die Bedingungen, unter denen die Organisation sie findet.

Lösungen entstehen dort, wo Menschen nah an Kunden, Märkten und Daten arbeiten. Führung hält den Betrieb verlässlich, öffnet Raum für Versuche und entscheidet, wenn die Lage mehrdeutig bleibt. Unsere Führungskräfteentwicklung setzt an diesen drei Aufgaben an.

StabilitätErneuerungUrteilskraftVerantwortung
Führungskraft im Gespräch mit ihrem Team
Führung wirkt im Alltag
Das Modell dahinter

Drei Führungsfunktionen, die zusammen wirken

Die Complexity Leadership Theory unterscheidet drei Funktionen. Jede Organisation braucht alle drei, und die meisten sind in der ersten am stärksten (Uhl-Bien und Arena, 2018; Uhl-Bien, 2021). Über die transformationale Führung hinaus verteilt dieses Modell die Führungsarbeit auf mehrere Rollen, weil Lösungen in komplexen Lagen an vielen Stellen zugleich entstehen (Bass und Riggio, 2006).

1Stabilität

Operative Führung

Sorgt für klare Abläufe, Zuständigkeiten und verlässliche Ergebnisse im Tagesgeschäft. Sie sichert Qualität, Termine und Marge, auch unter Druck.

ProzesseQualitätVerlässlichkeit
Im Mittelstand

Der Werksleiter hält die Liefertreue bei 97 Prozent, auch während eine Produktlinie umgestellt wird.

2Verbindung

Ermöglichende Führung

Hält die Spannung zwischen Stabilität und Erneuerung aus und macht aus gelungenen Versuchen neue Routinen. Hier arbeiten wir am häufigsten.

Adaptiver RaumÜbersetzungSchutz
Im Mittelstand

Die Geschäftsführerin schützt den Preistest des Vertriebs gegen Budgetdruck und führt ihn in den Standard.

3Erneuerung

Unternehmerische Führung

Bringt Ideen hervor und probiert sie aus, oft weit unterhalb der Geschäftsleitung. Sie arbeitet mit kleinen Versuchen statt großen Programmen.

ExperimenteKundennäheLernen
Im Mittelstand

Ein Team im Vertrieb testet acht Wochen lang ein neues Preismodell mit zwölf ausgewählten Kunden.

Der adaptive Raum entscheidet

Im adaptiven Raum treffen beide Seiten aufeinander: der Druck auf Effizienz aus dem Tagesgeschäft und der Druck auf Veränderung aus den Versuchen. Wird dieser Raum nicht geführt, setzt sich meist das Tagesgeschäft durch, und gute Versuche versanden.

Eine Fallstudie aus dem Gesundheits- und Pflegewesen zeigt: Wer eine Aufgabe als komplexe Lage behandelt und die Spannung hält, statt sie vorschnell aufzulösen, bekommt adaptive Antworten (Mahmud et al., 2026). Genau diese Haltung trainieren wir mit Führungskräften an ihren eigenen Vorhaben.

Spannung haltenVersuche schützenRoutinen bilden
Drei Funktionen, ein Raum dazwischen
TagesgeschäftOperative Führung

Abläufe, Termine

Qualität, Marge

Adaptiver RaumErmöglichende Führung

erproben

lernen

übernehmen

ErneuerungUnternehmerische Führung

Ideen, Versuche

Kundennähe

Druck auf Effizienz →← Druck auf Veränderung
Führung hält die Spannung
Der adaptive Raum zwischen Tagesgeschäft und Erneuerung. Eigene Darstellung nach Uhl-Bien und Arena (2018).
Kostenfreies Erstgespräch

Welche der drei Funktionen ist bei Ihnen am schwächsten besetzt?

Schildern Sie uns eine konkrete Führungssituation. In 45 Minuten ordnen wir sie gemeinsam ein und sagen Ihnen, was wir beitragen können.

Mensch und KI

Jeder mit seiner Stärke

KI verarbeitet Datenmengen, die kein Führungskreis mehr überblickt. Bei 5.172 Beschäftigten im Kundenservice stieg die Produktivität mit einem KI-Assistenten im Mittel um 15 Prozent (Brynjolfsson, Li und Raymond, 2025). Bessere Ergebnisse entstehen dabei nicht von selbst: In einer Meta-Analyse über 106 Experimente lagen Mensch und KI gemeinsam bei Entscheidungsaufgaben im Mittel unter dem besseren der beiden allein, bei kreativen Aufgaben darüber (Vaccaro, Almaatouq und Malone, 2024).

Führungskräfte entscheiden deshalb, wo ein System automatisiert und wo es Menschen zuarbeitet (Raisch und Krakowski, 2021). Ob Mitarbeitende die neuen Entscheidungswege annehmen, hängt zusätzlich davon ab, wie Führung die Einführung begleitet (Bankins et al., 2024). Urteilskraft, Beziehung und Verantwortung bleiben bei den Menschen, die führen.

Aufgabenteilung im Führungsalltag
Was KI übernimmt

Muster in Daten erkennen

Szenarien rechnen

Routinen vorbereiten

Wissen verfügbar machen

Was Führung übernimmt

deuten und abwägen

entscheiden und verantworten

Beziehungen tragen

Grenzen der Abgabe setzen

automatisierenunterstützen
Führung entscheidet den Regler
Automatisieren oder unterstützen: eine Führungsentscheidung. Eigene Darstellung nach Raisch und Krakowski (2021).
758 Beratende im Feldexperiment
schneller und besserAufgabe innerhalb der Systemgrenze
19 Prozentpunkte seltener richtigAufgabe jenseits der Systemgrenze
Leistung mit KI innerhalb und jenseits der Systemgrenze. Eigene Darstellung nach Dell’Acqua et al. (2026).

Die Grenze des Systems kennen

In einem Feldexperiment mit 758 Beraterinnen und Beratern arbeiteten die Teilnehmenden mit KI bei Aufgaben innerhalb der Fähigkeiten des Systems schneller und besser. Bei einer Aufgabe jenseits davon kamen sie um 19 Prozentpunkte seltener zur richtigen Lösung (Dell’Acqua et al., 2026).

Für Führungskräfteentwicklung heißt das: Die Arbeit an der Urteilskraft wird wichtiger, nicht geringer. Wir üben mit Führungskräften, wo sie einem System folgen, wo sie es prüfen und wo sie eine Entscheidung bewusst bei sich behalten.

UrteilskraftDatenkompetenzVerantwortung
+15 Prozent Leistungim Kundenservice mit KI-Assistent (Brynjolfsson, Li und Raymond, 2025)
106 ExperimenteMensch und KI ergänzen sich je nach Aufgabe (Vaccaro, Almaatouq und Malone, 2024)
19 Punkte wenigerbei Aufgaben jenseits der Systemgrenze (Dell’Acqua et al., 2026)
Akzeptanz wird geführtdie Einführung entscheidet über Vertrauen (Bankins et al., 2024)
Ablauf

So arbeiten wir mit Ihnen

Vier Schritte vom ersten Gespräch bis zur Wirkung im Regelbetrieb. Umfang, Dauer und Preis richten sich nach Zielgruppe und Vorhaben; Sie bekommen beides nach der Standortbestimmung als schriftliches Angebot.

1

Location determination

Wir klären im Erstgespräch, wo Ihre Organisation Stabilität braucht und wo sie Raum für Neues braucht.

45 Minuten, kostenfrei
2

Diagnosis

Hogan-Verfahren und Gespräche zeigen Stärken, Risiken unter Druck und Antreiber der Führungskräfte.

Belastbare Basis
3

Entwicklung im Alltag

Coaching, Werkstätten und adaptive Räume, verzahnt mit realen Vorhaben statt mit Fallbeispielen.

Coaching & Transfer
4

Wirkung prüfen

Gemeinsamer Rückblick auf vereinbarte Kennzeichen, danach Verankerung im Regelbetrieb.

Review
Für wen

Für Verantwortliche zwischen Stabilität und Erneuerung

Führungskräfteentwicklung wirkt dann, wenn sie an den Entscheidungen ansetzt, die Ihre Leute tatsächlich treffen. Typische Zielgruppen im Mittelstand:

MittelstandFamilienunternehmenIndustrieGesundheitswesen
Führungswerkstatt im Seminarraum
Lernen am eigenen Fall

Geschäftsführung

Inhaberfamilien und Geschäftsführung tragen Ertrag und Zukunft zugleich, meist ohne großen Stab.

StrategieNachfolgeEntscheidung

Bereichs- und Werksleitung

Die Ebene, auf der Stabilität und Veränderung täglich aufeinandertreffen und Tempo fordern.

OperationsSchnittstellenTempo

HR und People & Culture

Verantwortliche, die Führungsentwicklung planvoll aufbauen und messbar machen wollen.

ProgrammeDiagnosisWirkung

Neue Führungskräfte

Fachleute im Rollenwechsel, die Führung als Handwerk erlernen und Sicherheit gewinnen.

RollenklärungFeedbackAutorität

Führungsteams

Führungskreise, die gemeinsam entscheiden und dabei verschiedene Logiken vertreten.

ZusammenarbeitKonfliktKlarheit

Interne Coaches und Talente

Menschen, die Entwicklung im Unternehmen selbst tragen und weitertragen sollen.

CoachingTransferBindung
Ihre Ansprechpartner

Wissenschaftlich fundiert, im Mittelstand erprobt

Beide verbinden Forschung und Praxis und arbeiten persönlich mit Ihren Führungskräften.

Dr. Peter Höher, Geschäftsleitung HM-i

Dr Peter Höher

Partner & Institutsleitung HM-i · Consultant · Coach

Begleitet Geschäftsführungen und Führungskreise im Mittelstand, lehrte zehn Jahre als Professor für Human Resource und Change Management.

StrategieChangeDiagnosis
„Führung zeigt sich nicht im Leitbild, sondern in der Entscheidung, die heute ansteht und niemandem leichtfällt.“
Katharina Reischenbacher, Geschäftsführerin HM-i

Katharina Reischenbacher

Geschäftsführerin HM-i · PCC-MCC (ICF)

Begleitet seit 15 Jahren Führungskräfte, Teams und Coaches in Veränderung und Entwicklung, mit Schwerpunkt Leadership-, Personal- und Organisationsentwicklung.

LeadershipCoachingEntwicklung
„Entwicklung beginnt dort, wo eine Führungskraft ihre eigene Wirkung ehrlich anschaut und trotzdem handlungsfähig bleibt.“
Frequently Asked Questions

Fragen zur Führungskräfteentwicklung

Was ist Führungskräfteentwicklung?

Führungskräfteentwicklung umfasst alles, womit ein Unternehmen die Führungsfähigkeit seiner Führungskräfte planvoll aufbaut: Diagnostik, Training, Coaching und Begleitung im Arbeitsalltag. Bei HM-i richtet sie sich an den Anforderungen komplexer Märkte aus, in denen niemand die Lösung vorab kennt.

Was bedeutet Complexity Leadership?

Complexity Leadership ist ein Führungsverständnis aus der Forschung von Mary Uhl-Bien und Kollegen. Es unterscheidet operative, unternehmerische und ermöglichende Führung und beschreibt, wie eine Organisation zwischen Effizienz und Erneuerung lernfähig bleibt (Uhl-Bien und Arena, 2018; Uhl-Bien, 2021).

Worin unterscheidet sich das von transformationaler Führung?

Transformationale Führung setzt bei der einzelnen Führungskraft an: Vision, Vorbild und individuelle Förderung (Bass und Riggio, 2006). Complexity Leadership richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen viele Menschen gemeinsam Lösungen finden. Die beiden Ansätze ergänzen sich.

Welche Rolle spielt KI in der Führungskräfteentwicklung?

KI übernimmt Auswertung und Vorbereitung, Führungskräfte behalten Deutung, Abwägung und Verantwortung. Führungskräfteentwicklung klärt deshalb auch, welche Entscheidungen ein Unternehmen an Systeme abgibt und wie es das Vertrauen der Mitarbeitenden in diese Entscheidungswege erhält (Raisch und Krakowski, 2021; Bankins et al., 2024).

Was zeigt die Hogan-Diagnostik?

Die Hogan-Verfahren erfassen, wie eine Person im Alltag auftritt, wie sie unter Druck reagiert und was sie antreibt. Das Ergebnis zeigt, wie andere eine Führungskraft erleben, und gibt dem Coaching einen belastbaren Ausgangspunkt.

Wie lange dauert ein Entwicklungsprogramm?

Einzelcoachings umfassen typischerweise sechs bis zehn Sitzungen über sechs bis zwölf Monate. Programme für Führungskreise laufen meist ein Jahr, mit Werkstätten im Quartalsrhythmus und Coaching dazwischen. Den konkreten Zuschnitt legen wir nach der Standortbestimmung gemeinsam fest.

Arbeiten Sie online oder vor Ort?

Beides. Coaching findet häufig online statt, Werkstätten und Diagnostik-Feedbacks meist vor Ort bei Ihnen. Für internationale Führungskreise arbeiten wir auf Deutsch oder Englisch, bei Bedarf gemeinsam mit unserem Programm Interkulturelle Führung.

Was kostet Führungskräfteentwicklung bei HM-i?

Der Preis hängt von Umfang, Teilnehmerzahl, Diagnostikanteil und Reiseaufwand ab. Nach der Standortbestimmung bekommen Sie ein schriftliches Angebot. Das Erstgespräch über 45 Minuten ist kostenfrei.

Nächster Schritt

Ein Gespräch über Ihre Führungssituation

45 Minuten, vertraulich, ohne Kosten. Wir sehen uns an, wo Ihre Organisation Stabilität braucht und wo sie Raum für Neues braucht, und sagen Ihnen, was wir beitragen können.

Grundlagen

Woher dieses Führungsverständnis kommt

Zitierweise nach Harvard. Aktuelle Studien ab 2018; ältere Titel sind als Grundlagenwerke gekennzeichnet.

Complexity Leadership

  • Mahmud, Y., Evaldsson, C., Schmidt, M. und Kjellström, S. (2026) ‘Complexity leadership theory and fostering organizational adaptability: Enabling leadership in complex systems change’, Leadership, 22(4), S. 273–295.
  • Snowden, D.J. und Boone, M.E. (2007) ‘A leader’s framework for decision making’, Harvard Business Review, 85(11), S. 68–76. [Grundlagenwerk]
  • Uhl-Bien, M. (2021) ‘Complexity leadership and followership: Changed leadership in a changed world’, Journal of Change Management, 21(2), S. 144–162.
  • Uhl-Bien, M. und Arena, M. (2018) ‘Leadership for organizational adaptability: A theoretical synthesis and integrative framework’, The Leadership Quarterly, 29(1), S. 89–104.
  • Uhl-Bien, M., Marion, R. und McKelvey, B. (2007) ‘Complexity leadership theory: Shifting leadership from the industrial age to the knowledge era’, The Leadership Quarterly, 18(4), S. 298–318. [Grundlagenwerk]

Führung als Beziehung

  • Bandura, A. (1997) Self-efficacy: The exercise of control. New York: W.H. Freeman. [Grundlagenwerk]
  • Bass, B.M. und Riggio, R.E. (2006) Transformational leadership. 2. Aufl. Mahwah, NJ: Lawrence Erlbaum. [Grundlagenwerk]
  • Uhl-Bien, M. (2006) ‘Relational leadership theory: Exploring the social processes of leadership and organizing’, The Leadership Quarterly, 17(6), S. 654–676. [Grundlagenwerk]
  • Uhl-Bien, M., Riggio, R.E., Lowe, K.B. und Carsten, M.K. (2014) ‘Followership theory: A review and research agenda’, The Leadership Quarterly, 25(1), S. 83–104. [Grundlagenwerk]

Führung und künstliche Intelligenz

  • Bankins, S., Ocampo, A.C., Marrone, M., Restubog, S.L.D. und Woo, S.E. (2024) ‘A multilevel review of artificial intelligence in organizations: Implications for organizational behavior research and practice’, Journal of Organizational Behavior, 45(2), S. 159–182.
  • Brynjolfsson, E., Li, D. und Raymond, L. (2025) ‘Generative AI at work’, The Quarterly Journal of Economics, 140(2), S. 889–942.
  • Dell’Acqua, F., McFowland III, E., Mollick, E., Lifshitz, H., Kellogg, K.C., Rajendran, S., Krayer, L., Candelon, F. und Lakhani, K.R. (2026) ‘Navigating the jagged technological frontier: Field experimental evidence of the effects of artificial intelligence on knowledge worker productivity and quality’, Organization Science, 37(2), S. 403–423.
  • Raisch, S. und Krakowski, S. (2021) ‘Artificial intelligence and management: The automation–augmentation paradox’, Academy of Management Review, 46(1), S. 192–210.
  • Vaccaro, M., Almaatouq, A. und Malone, T. (2024) ‘When combinations of humans and AI are useful: A systematic review and meta-analysis’, Nature Human Behaviour, 8(12), S. 2293–2303.

Autor: Dr. Peter Höher, HM-i privates Holistic Management Institut GmbH, Hofheim am Taunus.

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