Welche inneren Antreiber steuern Sie wirklich?
Finden Sie in rund 8 Minuten heraus, welche unbewussten Muster Ihr Verhalten prägen — und wie stark Ihre innere Erlaubnis ist, sich selbst mit Wohlwollen zu begegnen.
Das misst der Test
Basierend auf der Transaktionsanalyse und der Selbstaffirmationsforschung analysiert der Test Ihr Profil in sechs Dimensionen — fünf Antreibern und Ihrer Ressource zur Selbststeuerung.
Sei perfekt
Mach es allen recht
Streng Dich an
Sei stark
Beeil Dich
Erlauber & Selbstaffirmation
Antreiber, Erlauber & die Kraft der Selbstaffirmation
Forschungs-Intro: Die Forschungsgrundlage hinter dem Test — warum innere Botschaften wirken und wie sie sich steuern lassen. In der Transaktionsanalyse beschreiben Antreiber früh erlernte Skript-Botschaften, die unser Verhalten unbewusst lenken (Kahler & Capers, 1974). Sie können Leistung befeuern, in überhöhter Form jedoch Stress und Selbstabwertung erzeugen. Den Gegenpol bilden Erlauber sowie die Fähigkeit zur Selbstaffirmation — ein nachweislicher Schutzfaktor für Wohlbefinden und Stressresistenz (Cohen & Sherman, 2014; Neff, 2023).
Warum Antreiber wirken
- Sie steuern Verhalten unbewusst und automatisch
- In Maßen sind sie Motor für Leistung und Engagement
- In überhöhter Form führen sie zu Stress, Erschöpfung und Selbstkritik
Der Gegenpol
Selbstaffirmation & Selbstmitgefühl: stärken den Selbstwert unabhängig von Leistung und puffern Stress nachweislich ab.
Regieanweisung für Teilnehmende
- Antworten Sie spontan – so, wie Sie typischerweise handeln (nicht idealisiert).
- Bewerten Sie Ihr Erleben im Alltag – nicht nur in Ausnahmesituationen.
- Es gibt kein „richtig" oder „falsch": Das Ergebnis zeigt Tendenzen und liefert Ansatzpunkte für Ihre Entwicklung.
Bewerten Sie sich danach, wie Sie tatsächlich sind — nicht, wie Sie gerne wären.
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Beantworten Sie jede Aussage so, wie Sie typischerweise handeln – nicht idealisiert.
1. Ich gebe mich erst zufrieden, wenn ein Ergebnis fehlerfrei ist.
Perfektion2. Es fällt mir schwer, eine Bitte abzulehnen, selbst wenn ich überlastet bin.
Harmonie3. Ich habe das Gefühl, mich ständig anstrengen zu müssen, damit etwas zählt.
Anstrengung4. Ich zeige anderen ungern, wenn es mir nicht gut geht.
Stärke5. Ich erledige Dinge oft hastig, weil mir Zeit zu knapp erscheint.
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Workshop-Methode für Teams
Der Test ist kein Etikettierungsinstrument. Ziel ist Bewusstheit + bewusste Steuerung — innere Antreiber sind nicht „gut" oder „schlecht", sondern wirksame Muster, die sich erkennen und ausbalancieren lassen. Die folgende Moderationskarte hilft, den Test in Coaching- und Team-Settings einzusetzen.
- Welcher Antreiber überrascht mich an meinem Ergebnis?
- Wo treibt mich dieser Antreiber an — wo treibt er mich in die Erschöpfung?
- Welcher Erlauber täte mir gerade am meisten gut?
- zu Ihrem stärksten Antreiber einen konkreten Erlauber-Satz und
- eine kleine, alltagstaugliche Handlung, mit der Sie ihn in dieser Woche erproben.
Quellen & kommentierte Lesehinweise
Die Forschungsgrundlagen hinter dem Test – nach Themen sortiert.
Kahler, T. & Capers, H. (1974). The miniscript. Transactional Analysis Journal, 4(1), 26-42. Originalarbeit zu den fünf Antreibern (Drivers) und dem Miniscript-Konzept — die theoretische Basis dieses Tests.
Stewart, I. & Joines, V. (2012). TA Today: A New Introduction to Transactional Analysis (2nd ed.). Lifespace. Verständliche Gesamtdarstellung der Transaktionsanalyse inklusive Antreiber und Erlauber.
Steele, C. M. (1988). The psychology of self-affirmation: Sustaining the integrity of the self. Advances in Experimental Social Psychology, 21, 261-302. Begründung der Self-Affirmation-Theory — wie die Bestätigung eigener Werte den Selbstwert stabilisiert.
Cohen, G. L. & Sherman, D. K. (2014). The psychology of change: Self-affirmation and social psychological intervention. Annual Review of Psychology, 65, 333-371. Überblick über Wirkung und Grenzen von Selbstaffirmation als Schutzfaktor unter Druck.
Sherman, D. K., Lokhande, M., Müller, T. & Cohen, G. L. (2021). Self-affirmation interventions. In G. M. Walton & A. J. Crum (Eds.), Handbook of wise interventions (pp. 63-99). Guilford Press. Aktueller Forschungsstand zu wirksamen Affirmationsinterventionen.
Neff, K. D. (2023). Self-compassion: Theory, method, research, and intervention. Annual Review of Psychology, 74, 193-218. Aktueller Überblick zu Selbstmitgefühl als Gegenpol zu hartem Selbstanspruch.
Ewert, C., Vater, A. & Schröder-Abé, M. (2021). Self-compassion and coping: A meta-analysis. Mindfulness, 12(5), 1063-1077. Metaanalyse zum Zusammenhang von Selbstmitgefühl und gesundem Umgang mit Belastung.